<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Frauenheilkunde - Heil- und Wildkräuterakademie e.V.</title>
	<atom:link href="https://www.kraeuter-akademie.de/category/frauenheilkunde/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.kraeuter-akademie.de</link>
	<description>In unserer Heil- und Wildkräuterakademie vermitteln wir in unseren Ausbildungen, Kursen, Retreats und Workshops mit Herz und Hingabe die Kostbarkeiten vor unserer Haustüre. Sei herzlich willkommen auf einer bereichernden Reise, auf welcher Du nicht nur Spannendes über unsere Pflanzengefährten lernst, sondern auch über Dich selbst.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 20 Oct 2026 12:18:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2023/06/cropped-Icon-32x32.png</url>
	<title>Frauenheilkunde - Heil- und Wildkräuterakademie e.V.</title>
	<link>https://www.kraeuter-akademie.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Artemisia absinthium - der Wermut</title>
		<link>https://www.kraeuter-akademie.de/artemisia-absinthium-der-wermut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Aug 2024 09:17:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuterboschen]]></category>
		<category><![CDATA[Räucherkunst]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kraeuter-akademie.de/?p=1608</guid>

					<description><![CDATA[Verlaine, Van Gogh, Degas, Gauguin und Rimbaud – sie alle hatten eine gemeinsame Leidenschaft: sie liebten Absinth. Das Kultgetränk der Künstler der belle époque...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Artemisia absinthium - der Wermut</h2>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Verlaine, Van Gogh, Degas, Gauguin und Rimbaud – sie alle hatten eine gemeinsame Leidenschaft: sie liebten Absinth. Das Kultgetränk der Künstler der belle époque.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man liebte ihn. Man hasste ihn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man trank ihn. Man erbrach ihn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er inspirierte und stimulierte und raubte einem den Verstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Stargast <strong>Wermut </strong>(Artemisia absinthium) ist Bestandteil des Absinth, eines alkoholischen Kult-Getränks des 19.Jahrhunderts mit Auszügen von Wermut, Fenchel, Anis und Melisse. Aufgrund des Thujongehalts und der gesundheitsschädigenden Wirkung (bei Überdosierung) war Absinth zeitweise in vielen europäischen Ländern verboten, da der übermäßige Genuss schwerwiegende gesundheitliche Beschwerden nach sich zog. Der Absinth, der heutzutage erhältlich ist, hat sicherlich eine andere Rezeptur wie der damalige. Aber von Alkohol kann ich euch nicht wirklich Fundiertes berichten 😉</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe die Gattung der <strong>Artemisien</strong> sehr, ob nun die "Artemisia vulgaris", der gewöhnliche Beifuß vor der Haustüre. Die <strong>"Artemisia abrotanum" (Eberraute) </strong>oder eben die <strong>"Artemisia absinthium" (Wermut) </strong>- sie sind mir alle sehr wertvoll. Im Land meiner Ahnen habe ich eine weitere ganz besondere Artemisia Art für mich entdeckt, wahrscheinlich die <strong>"Artemisia alba"</strong>. Und auf dem Kräuterboschen Seminar im Sommer diesen Jahres hatte eine Teilnehmerin einen <strong>Kamtschatka Beifuß ("Artemisia verlotiorum")</strong> dabei, herrlich!!! Mir schwebt so vor <strong><a href="https://www.kraeuter-akademie.de/ueber-uns/verein/">hier im Friedensgarten</a></strong> einige Ecken exklusiv den Artemisien zu widmen, auch weil sie mit lang andauernder Trockenheit extrem gut umgehen können. Meine kleine Eberraute hier hat allerdings sehr gelitten, da sie sehr zugewuchert wurde. Der Wermut jedoch lässt sich nicht einmal von den penetranten Akazien niederknüppeln, er gehört zu den ersten Heilpflanzen, die ich hier gepflanzt habe. Die "Artemisia vulgaris" hatet bereits vor der Haustüre auf mich gewartet, die Schöne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber lasst uns weiter mit dem wunderbaren Wermut auf Reise gehen...</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Griechenland war der Wermut der Göttin Artemis geweiht, in Ägypten der Göttin Bastet. Pflanzen mit einem Bezug zu weiblichen Göttinnen im Namen haben in der Regel einen besonderen Platz in der Frauenheilkunde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant finde ich auch, dass man früher Wermut der Schreibtinte hinzufügte, um Mäusefraß vorzubeugen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-35-1024x576.jpg" alt="photo 2024 08 31 11 33 35" class="wp-image-1612" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-35-1024x576.jpg 1024w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-35-300x169.jpg 300w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-35-768x432.jpg 768w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-35.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch als Schutz vor Dämonen wurde er magisch eingesetzt, wen wundert's bei dieser mächtigen Erscheinung. Gerade in der Räucherkunde wende ich ihn am liebsten als "Schutzpflanze" an,  immer wenn es um die Themenfelder Stärkung, Schutz und Abgrenzung geht. Sein Name ist "Programm", es geht darum den Mut zu entwickeln sich zu wehren, da wo es adäquat ist. Wer-Mut, ja, es braucht manchmal eine gehörige Portion Mut sich zu wehren, vor allem wenn wir gegen den gesellschaftlichen Konsens schwimmen. Sich zu wehren bedeutet jedoch nicht wild um sich zu schlagen, sondern sehr klar Grenzen zu setzen und diese gegebenenfalls zu verteidigen. So wie es die Tiere sehr wohl auch mit ihrem Territorium machen. Wusstet ihr z.B. das Rotkelchen sehr territorial sind und ihr Gebiet sehr aggressiv verteidigen? Aber ihr merkt schon, ich könnte tausende neue Türen aufmachen und so gehe ich brav zurück zum Wermut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wermut in der Räucherkunde:</strong> zur Stärkung der Ich-Kraft (funktionales Ego), zur Stärkung der Widerstandskraft bzw. Resilienz, zur Förderung der Präsenz und zur Stärkung der Abgrenzungsfähigkeit. <strong>Bitte beachtet: </strong>Wermut (wie alle Artemisien) ist absolut TABU in der Schwangerschaft, auch nicht als Räucherung. Außer in der Hand von Kundigen z.B. Hebammen, welche damit die Geburt anregen möchten oder die Ablösung der Nachgeburt. Kenne und achte auch deine Grenzen. Achtung und Achtsamkeit gehen Hand in Hand.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ihr merkt schon, ein Wort wiederholt sich beim Wermut immer wieder: S T A E R K E</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist ein mächtiger Begleiter und aufgrund seines Thujon Gehaltes plädiere ich schon sehr für einen achtsamen Umgang mit ihm. Das darin enthaltene Thujon und Artemisin werden nicht von jedem gleichermaßen vertragen und einige reagieren zudem allergisch auf die <strong>Korbblütler (Asteraceae) </strong>Familie, zu welcher auch der Wermut gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er blüht ab ca. Juli bis September und das ist auch die beste Zeit ihn zu sammeln. Als mehrjährige Staude wird er euch jedes Jahr auf Neue beglücken und wenn ihr ihm eine Freude machten möchtet: wählt einen schön sonnigen und trockenen Standort mit Vollsonne bis Halbschatten. Zu viel Feuchtigkeit bekommt ihm nämlich überhaupt nicht. Und ermöglicht ihm einen Einzelstandort, er duldet nur ungern andere Pflanzen in unmittelbarer Nähe. Manche Pflanzen jedoch beschützt er vor Schädlingen, wie z.B. schwarze Johannisbeeren - isr das nicht wunderbar? Er hat also sehr ausgewählte Freunde, die er dann rundherum unterstützt und schützt. Das nenne ich eine Pflanzen-Freundschaft...</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-32-51-1-1024x576.jpg" alt="photo 2024 08 31 11 32 51 1" class="wp-image-1619" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-32-51-1-1024x576.jpg 1024w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-32-51-1-300x169.jpg 300w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-32-51-1-768x432.jpg 768w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-32-51-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der geballten <strong>Bitterkraft</strong> in ihm staune ich immer wieder darüber, dass unsere Schnecken im heimischen (deutschen) Garten ihn mit einem Appetit verspeisen, dass ich nur noch offenen Mundes vor der geschundenen Pflanze da stehen kann. Ob sie auch die gesunden Bitterstoffe benötigen, wie wir Menschen? Ein Mysterium, aber er schlägt sich tapfer, unser Wermut. Ich verneige mich vor seiner Stärke und Standhaftigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere<strong> Artemisia absinthium</strong> trägt viele wunderbare Namen, welche zugleich einen Hinweis auf seine Anwendungskräfte schenken. Seine Bitterkeit ist legendär und er wird deswegen <strong>Bitterhals </strong>oder <strong>Heilbitter</strong> genannt. Als "antiparasitäre" Pflanze trägt er den Namen <strong>"Wurmtod"</strong>. Und aufgrund seiner Bitterstoffe wirkt er natürlich unglaublich stärkend auf den Verdauungstrakt und trägt daher den Namen <strong>Magenkraut. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wermut wirkt also unter anderem wurmwidrig, leberanregend, gallewirksam, schweißtreibend, harntreibend und magenstärkend.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.kraeuter-akademie.de/ueber-uns/verein/"><img decoding="async" width="576" height="1024" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-10-576x1024.jpg" alt="photo 2024 08 31 11 33 10" class="wp-image-1613" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-10-576x1024.jpg 576w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-10-169x300.jpg 169w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-31_11-33-10.jpg 720w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">...voilà, der Wermut in unserem Friedensgarten...</figcaption></figure>



<div style="height:28px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob nun als Tee, als Urtinktur oder als Gemmotherapeutikum - es gibt verschiedene Möglichkeiten der inneren Einnahme. Eines ist jedoch allen gemein: Wermut gehört sicherlich zu den Pflanzen, die uns nur kurze Etappen des Weges begleiten sollten und das möglichst in einer adäquaten Dosierung. Je potenter die Pflanze, desto weniger reicht aus für die innere Anwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Wermut stammt ursprünglich aus Sibirien und gehört zu den alten Schamanenpflanzen, wie auch der Beifuß (Artemisia vulgaris). Vielleicht ist das mit ein Grund, warum ich mich ihm so verbunden fühle als Heil(praktik)erin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Kräuterboschen und der Frauendreißiger</title>
		<link>https://www.kraeuter-akademie.de/der-kraeuterboschen-und-der-frauendreissiger/</link>
					<comments>https://www.kraeuter-akademie.de/der-kraeuterboschen-und-der-frauendreissiger/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 10:12:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kräuterboschen]]></category>
		<category><![CDATA[Brauchtum]]></category>
		<category><![CDATA[Frauendreißiger]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Räucherkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kraeuter-akademie.de/?p=1556</guid>

					<description><![CDATA[Der Frauendreißiger (auch Dreißiger oder Marientage) genannt, bezeichnet die Zeit zwischen dem 13./15. August und 13./15. September...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Der Kräuterboschen und der Frauendreißiger</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Frauendreißiger</strong> (auch Dreißiger oder Marientage genannt), bezeichnet die Zeit zwischen dem 13. / 15. August und 13. / 15. September. Schon weit vor der Einflussnahme des Christentums legten in unserem Kulturraum traditionell die Frauen des Hauses den Kräutervorrat an und banden zu dieser Zeit <strong>Kräuterboschen bzw. Räucher-Bündel.</strong>  Diese dienten nicht nur als Apotheke für die nass-kalte Jahreszeit, sondern wirk(t)en alleine durch ihre Präsenz kraftvoll, heilend, schützend und segnend. Der <strong>Kräuterboschen</strong> beinhaltet daher auch magische Aspekte. Die Form, die Anzahl der Kräuter, die Art und Weise wie der Abschluss gebunden wird (siehe Foto unten) - sie alle beinhalten magisch mystische Aspekte, die wir erforschen und wieder entdecken dürfen. Erforschen schreibe ich ganz bewusst, weil ich es für immens wichtig erachte das Gehörte und Gelernte in die eigene Erfahrung zu bringen, wirklich zu integrieren und nicht nur "blind" zu glauben und etwas zu tun weil "es jemand gesagt hat" oder "ich es irgendwo gelesen habe". Es braucht lediglich Freude am Lernen, Offenheit und die Bereitschaft sich auf Neues einzulassen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-22-edited-1024x768.jpg" alt="photo 2024 08 05 11 02 22 edited" class="wp-image-1559" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-22-edited-1024x768.jpg 1024w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-22-edited-300x225.jpg 300w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-22-edited-768x576.jpg 768w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-22-edited.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es liegt daher an dir das von mir Geschriebene zu überprüfen und zu entdecken, ob <strong>Kräuterboschen </strong>tatsächlich mehr sind als "nur" Hausapotheken. Und das Entdecken / Erforschen geht nur über <strong>das Tun und Erfahren</strong> sowie kontinuierlich Vertiefen. Aus diesem Grund biete ich dieses Ritual in einem Seminar in kraftvoller (Frauen) Gemeinschaft an. Warum nur mit Frauen? Aus dem einfachen Grund, dass ich als Frau und Lehrende der Kräuterakademie gerne immer wieder geschützte heilsame Räume nur für Frauen erschaffe. Natürlich können Männer ebenso wunderbare und kraftvolle Kräuterboschen binden. Das ist selbstverständlich und steht absolut nicht zur Diskussion. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese und andere "heidnische" Bräuche wurden mit der Einflussnahme des Christentums in dieses "einverleibt", die Pflanzen die früher "heidnischen" Göttinnen entsprachen später Maria zugeschrieben. So spricht man heute oft von <strong>"Marienkräutern"</strong>, die früher Göttinnen wie z.B. Freya zugeordnet waren. Es heißt, dass im Zeitraum des Frauendreißiger Maria die Erde auf besondere Weise segnet. Man nennt diese Zeit daher auch die <strong>Zeit der hohen Frau.</strong> Insbesondere im Alpenraum (und die Alpen sind hier quasi um die Ecke) ist der<strong> Frauendreißiger</strong> eine Periode inniger Marienverehrung geworden. Und manche von euch wissen, dass traditionell am 15.8. der Kräuterboschen in der Kirche gesegnet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="960" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-13-edited.jpg" alt="photo 2024 08 05 11 02 13 edited" class="wp-image-1560" style="width:840px;height:auto" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-13-edited.jpg 1280w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-13-edited-300x225.jpg 300w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-13-edited-1024x768.jpg 1024w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/08/photo_2024-08-05_11-02-13-edited-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Segnungs-Ritual zum Schluss unseres Seminars - in der Natur</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin seit fast 25 Jahren im Zen-Buddhismus beheimatet. Das Ritual des Kräuterboschens praktiziere und lehre ich überkonfessionell. Dieses alte Brauchtum ist meines Erachtens absolut nicht an eine spezielle Kirche oder Religion gebunden, sondern gehört für mich in den Bereich der <strong>Natur-Spiritualität,</strong> wenn man dem unbedingt einen Namen geben möchte. Da ich nicht im christlichen Kontext erzogen worden bin, habe ich keine Reibungsfläche mit der Kirche oder mit dem Christentum per se. Ich weiß jedoch aus der Begleitung vieler Menschen in unzähligen Seminaren, dass viele sich mit der institutionalisierten Religion schwer tun oder sich sogar gänzlich abwenden. Zu schade, wenn man deswegen automatisch auch <strong>alte Traditionen und Bräuche</strong> verwirft. Diese sind ein immenser Schatz für uns Menschen und viele von ihnen stammen aus einer Zeit weit vor dem Christentum und sind tief in der Seele der Menschen verwurzelt. Sie stammen aus einer Zeit, wo die Menschen diese Art der Natur-Spiritualität auf ganz natürliche und selbstverständliche Weise lebten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lade dazu ein wieder zur Naturspiritualität zurückkehren, dem "spirit" der Bäume, der Pflanzen, der Erde, des Himmels und der unzähligen Geschöpfe zu lauschen. Es geht um Achtsamkeit. Um Hingabe. Es geht um etwas ganz Natürliches und Bodenständiges. Wir sind nicht nur Geist, wir sind auch Körper. Und mit diesem Körper/Geist streifen wir durch die Wiesen, atmen wir den Duft der Kräuter ein, fühlen wir die Sonne auf der Haut, tragen wir unseren Kräuterkorb und fühlen mit jedem Schritt den Pulsschlag und die Beschaffenheit der Erde. Wir binden die Kräuter auf eine bestimmte Weise um die Königskerze, welche oft die zentrale Achse im Kräuterboschen bildet. Wir segnen diesen Boschen auf natürliche und freudvolle Weise, sei es durch eine Räucherung, ein Lied, kraftvolle Gedanken - authentisch. Aus dem Herzen entspringend. Dafür braucht es für mich persönlich keine Kirche und Institution, aber wer das gerne in der Kirche zelebriert und im Christentum zu Hause ist: wunderbar! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ritual des Kräuterboschen (bindens) ist für mich nicht ein "to do" auf der Jahreskreis-Liste, sowie überhaupt die Jahreskreisfeste für mich kein "to do" sind. Entweder ich pflege es von Herzen, oder ich lasse es.  Die Jahreskreisfeste nähren meinen Körper und Geist, sie erfüllen mich mit Freude und Dankbarkeit und die achtsame Gemeinschaft im Kreis spendet Kraft und schenkt Halt. Das draußen sein in der Natur erinnert uns auf besondere Weise daran, dass wir <strong>immer in der Anbindung</strong> sind. Immer ein Teil des faszinierenden Netzwerk des Lebens. Des Mysteriums selbst. Wir fallen nie heraus. Nie. Wir vergessen es höchstens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der<strong> Kräuterboschen </strong>bekommt im Haus einen besonderen Platz. Meist im sogenannten "Herrgottswinkel". Er ist im Anschluss bis zum nächsten Frauendreißiger, <strong>präsent</strong>.  Zumindestens pflegen wir das bei uns zu Hause so. Jedes Mal, wenn ich ihn sehe, erinnert er mich an die Fülle, Kraft und Lebensfreude des Sommers. Er ist nicht nur voller heilkräftiger Kräuter, sondern bündelt die Energie des Sommers und die Kraft der Gemeinschaft (sofern wir in Gemeinschaft gebunden haben). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erinnert mich so an den immerwährenden Kreislauf von Werden und Vergehen, an die Verbundenheit mit all unseren Mitgeschöpfen und an das Geschenk des Lebens. Denn in ihm schenkt sich uns das Leben selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tagesseminar in der Natur &amp; im Tipi: 10.8.24 "Kräuterboschen &amp; Frauendreißiger"</strong> - Details <a href="https://www.kraeuter-akademie.de/termin/frauendreissiger-kraeuterboschen-ladies-only/">HIER</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kraeuter-akademie.de/der-kraeuterboschen-und-der-frauendreissiger/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>La vie en rose - die Rose</title>
		<link>https://www.kraeuter-akademie.de/la-vie-en-rose-die-rose/</link>
					<comments>https://www.kraeuter-akademie.de/la-vie-en-rose-die-rose/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 11:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkräuter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kraeuter-akademie.de/?p=1517</guid>

					<description><![CDATA[La vie en rose - die Rose 

]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">La vie en rose - die Rose </h2>



<p class="wp-block-paragraph">„<em><strong>Wenn Zeus den Blumen eine Königin geben wollte, müsste die Rose diese Krone tragen.“</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Sappho, etwa 600 v. Chr</strong></em></p>



<div style="height:31px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Rose</strong> gehört zu den bekanntesten Pflanzen, zumindestens namentlich. Viel weniger bekannt ist, dass die Rosen lange Zeit eine wichtige Rolle in der Medizin spielten und auch in der modernen Medizin wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Vor allem der arabische Gelehrte und Mediziner Abū Alī al-Husain ibn Abd Allāh ibn Sīnā, besser bekannt als <strong>Avicenna</strong>, wendete die Rose heilkundlich an. In diesem Beitrag möchte ich gerne einen kleinen Einblick in die Historie der Rose geben. Ich hoffe du hast ebenso viel Freude wie ich auf der Reise mit dieser facettenreichen, vielschichtigen und heilkräftigen Weisheitspflanze. Lass uns aufbrechen zu unserer Schönen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor über 20 Millionen Jahren erblickte die erste Rose das Licht der Welt. Viele Millionen Jahre sollten noch vergehen, ehe sie mit uns Menschen eine engere Beziehung einging und diese anfingen sie zu kultivieren. Die <strong>Urheimat der Rose wird in Asien</strong> vermutet. Rosenfossilien sind schwer zu bestimmen, da die Blüten natürlicherweise schnell zerfallen. In China hat man in der Provinz Yunnan bei Dashidong Fossilfunde entdeckt, welche aus dem Spätmiozän stammen. In Südwestchina liegt übrigens die Wiege der Mutter aller Rosengärten. Die chinesischen Wildrosenarten sind vornehmlich die Rosa chinensis, Rosa gigantea, Rosa moschata, Rosa multiflora und Rosa lucieae. Zusammen mit den europäischen Arten Rosa gallica und Rosa foetida aus dem Kaukasus sind sie die Stammrosen der heutigen Rosenzucht. Auf sie gehen alle uns bekannten Rosen zurück. Heutzutage gibt es über 25.000 Rosenzüchtungen und jährlich kommen 20 Neuzüchtungen hinzu. Bis eine neue Züchtung auf den Markt kommt vergehen über zehn Jahre, aber nur wenige werden kulinarisch bzw. heilkundlich eingesetzt. Grob könnte man sagen, dass die Gattung „rosa“ <strong>drei Hauptgruppen</strong> umfasst. Die<strong> Wildrosen, die alten (historischen) Rosen und die modernen Rosen</strong>. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/photo_2024-06-07_12-58-21-1024x576.jpg" alt="photo 2024 06 07 12 58 21" class="wp-image-1520" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/photo_2024-06-07_12-58-21-1024x576.jpg 1024w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/photo_2024-06-07_12-58-21-300x169.jpg 300w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/photo_2024-06-07_12-58-21-768x432.jpg 768w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/photo_2024-06-07_12-58-21.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>nordpersische Provinz Faristan ist der Geburtsort der Kulturrose</strong>, welche später über Mesopotamien nach Griechenland kam. Die Kunst der Parfüm-Gewinnung war dort bereits 3500 v. Chr. bekannt. Faristan war zudem Zentrum der <strong>Herstellung von Rosenwasser</strong> und belieferte die ganze Welt mit diesem kostbaren Gut. Rosenöl war so kostbar, dass es früher mit Gold aufgewogen wurde. Wenn man sich den aufwändigen Gewinnungsprozess bewusst macht, ist dies leicht nachvollziehbar. In der persischen Medizin wurde die Rose als <strong>entzündungshemmende</strong> Arznei eingesetzt, um z.B. die Wundheilung zu unterstützen. Weitere Anwendungsgebiete waren Kopfschmerzen, Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, Muskel- und Kopfschmerzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-Rosen-in-orange-1024x576.jpg" alt="2 Rosen in orange" class="wp-image-1521" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-Rosen-in-orange-1024x576.jpg 1024w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-Rosen-in-orange-300x169.jpg 300w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-Rosen-in-orange-768x432.jpg 768w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-Rosen-in-orange.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im alten Ägypten spielten Rosen ebenfalls eine bedeutsame Rolle. Archäologen entdeckten Rosenzeichnungen an den Wänden der Grabkammer von Pharao Thutmosis IV, der im 14.Jahrhundert starb. Man fertigte aus Rosen Schmuck für zahlreiche Festivitäten (wie im antiken Rom auch), reichte sie als Opfergabe dar und verehrte sie als <strong>heilende sowie aphrodisierende</strong> Pflanze. Für die alten Ägypter symbolisierte die Rose die Verbindung zum Jenseits und wurde daher auch bei Bestattungsriten und als Grab- sowie Totenschmuck eingesetzt. Auch hier sehen wir die Brücke zum Brauchtum im antiken Rom, wo die Rose ebenfalls bei Bestattungen und Totenriten eine wichtige Rolle einnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem nächsten Rosen-Beitrag werde ich auf unsere heimische Hundsrose eingehen, die "rosa canina".</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du mit mir zusammen in die Welt der <strong>Rosenmedizin </strong>eintauchen möchtest sei herzlich willkommen. Ich biete am 18.Juli 2026 einen Workshop in der Staudengärtnerei Gaißmayer an. Details und Anmeldung <a href="https://www.gaissmayer.de/web/gaertnerei/veranstaltungen/kurse/?re-product-id=327137" target="_blank" rel="noopener">"Kräfte der Rosenmedizin"</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kraeuter-akademie.de/la-vie-en-rose-die-rose/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Erzengelwurz - Angelica archangelica</title>
		<link>https://www.kraeuter-akademie.de/die-erzengelwurz-angelica-archangelica/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 10:37:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Räucherkunst]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kraeuter-akademie.de/?p=1509</guid>

					<description><![CDATA[»Ihr Saft ist die höchste Arznei gegen innere Infektionen durch die Luft und ein Schutzmittel gegen die Pest.« (Paracelsus)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die Erzengelwurz - Angelica archangelica</h2>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">In unserer Region im Süden Deutschlands findet man in der Regel nur die <strong>Waldengelwurz</strong> (Angelica sylvestris), die in der Schönheit ihrer Erscheinung in nichts ihrer Schwester nachsteht. Beide lieben dieselben Standorte. Arzneilich wird aber vor allem die Angelica archangelica eingesetzt – die <strong>Erzengelwurz</strong>. Ihr Name leitet sich aus einer Legende von einem Engel ab. Dieser schickte die Engelwurz als Heilpflanze auf die Erde, ein Mann fand sie und nutzte sie als Heilmittel gegen die Pest. Somit haben wir es hier mit einer alten „<strong>Seuchenpflanze</strong>“ zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>»Ihr Saft ist die höchste Arznei gegen innere Infektionen durch die Luft und ein Schutzmittel gegen die Pest.« (Paracelsus)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist eine majestätische Schönheit, deren Öl aus den Samen und Wurzeln aufgrund seiner <strong>verdauungsfördernden</strong> Eigenschaften gerne in Kräuterlikören oder Bitter-Likören beigemischt wird. Ihre Heilkraft ist aber nicht auf unsere Verdauungsorgane begrenzt. Sie ist eine ebenso wichtige Heilpflanze in der Frauenheilkunde, bei Erkältungsbeschwerden und zur Stärkung des Immunsystems. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-768x1024.jpg" alt="2" class="wp-image-1510" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-768x1024.jpg 768w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2-225x300.jpg 225w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/2.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele Namen – eine kraftvolle Präsenz</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nomen est omen“ heißt es in einem lateinischen Sprichwort so schön und so ist es auch bei vielen Pflanzen. Ihre Namen erzählen viel von ihren Heilkräften und Besonderheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erzengelwurz wird z.B. auch <strong>Brustwurz</strong> oder<strong> Brustwurzel </strong>genannt. Dieser Name weist auf ihre Heilkraft auf unsere Lungen hin. Sie wirkt als natürlicher „Immunbooster“ und hilft bei Erkältungskrankheiten und ist aufgrund ihrer antiviralen Eigenschaften z.B. bei Grippe anwendbar. In alten Kräuterbüchern wird sie auch „edle Angelika“ oder „Heiliggeistwurz“ genannt. Im Volksmund wird sie auch „<strong>Angstwurz</strong>“ genannt und ich verordne sie in unserer naturheilkundlichen Praxis tatsächlich oft bei Menschen, die zu Ängsten neigen und zugleich an Verdauungsproblemen leiden oder sehr erschöpft sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie gehört zur Familie der <strong>Doldenblütler (Apiaceae)</strong> unter denen sich einige giftige Exemplare befinden, die man leicht mit ihren ungiftigen Geschwistern verwechseln kann. Daher ist vom Sammeln auf eigene Faust abzuraten, wenn man sich nicht 100% sicher ist, welche Pflanze man in den Händen hält. Sie enthält unter anderem Bitterstoffe (daher wird sie gerne für Bitter-Liköre verwendet), ätherische Öle, Cumarine, Gerbstoffe, Pektin und Harz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wirkt Appetit fördernd, antimikrobiell, entkrampfend, Magensaft anregend und stärkend bei Erschöpfungszuständen. Sie wird häufig bei diversen Verdauungsproblemen angewendet, wie z.B. Blähungen, Bauchkrämpfen oder Magenschmerzen. Sie gehört zudem zu den Pflanzen, welche die Fruchtbarkeit fördern. Vor allem wenn die Frauen durch die „Kinderwunsch-Mühle“ erschöpft sind, zu Ängsten neigen oder zu Verdauungsproblemen neigen. Aber das nur als Randnotiz, da es sich hierbei um ein sehr komplexes sowie sensibles Thema handelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu beachten</strong>: die Engelwurz sollte nur mit Handschuhen gesammelt werden. In Verbindung mit UV Strahlen kann es durch den Hautkontakt mit dem Pflanzensaft zu Hautreizungen kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kontraindikation: in der Schwangerschaft wird von der Einnahme der Engelwurz abgeraten.</strong> <strong>Weitere Kontraindikationen bei Vorerkrankungen bzw. Medikamenten-Einnahme sind stets im Vorfeld fachlich abzuklären.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/1-768x1024.jpg" alt="1" class="wp-image-1511" srcset="https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/1-768x1024.jpg 768w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/1-225x300.jpg 225w, https://www.kraeuter-akademie.de/wp-content/uploads/2024/06/1.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Engelwurz gehört zu meinen sehr geschätzten „Meisterpflanzen“. Ich schätze ihre kraftvolle Präsenz und ihr schützendes und stärkendes Wesen sehr. Sie hilft den Erschöpften wieder in ihre Kraft zu finden. Sie unterstützt die Ängstlichen wieder Mut zu fassen. Und sie lindert auf wunderbare Weise und dabei deutlich sanfter wie z.B. der Wermut oder der Beifuß Beschwerden des Verdauungsapparates. Ihre Kraft zeigt sich bereits in ihrer großen und aufrechten Erscheinung und doch gehört sie meiner Erfahrung nach zu den sanfteren Vertreterinnen der tonisierenden Geschwister. In der Winterzeit wende ich sie auch gerne in der Räucherkunst an, vor allem bei Ahnen-Ritualen oder wenn es darum geht Verstorbenen einen „Engel“ an die Seite zu stellen. Die Anwendung von Wurzeln wirkt grundsätzlich erdend, unabhängig davon ob in der Ernährung, in Tee-Mischungen oder als Räucherung. So ist sie auch ein <strong>hilfreicher Pflanzengeist für die (hoch)sensiblen Gemüter</strong>, die sich durch die Reizüberflutung schnell ausgelaugt fühlen und denen es oft an Stamina mangelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angelica archangelica richtet die Zartfühlenden auf, stärkt ihnen den Rücken und spendet ihnen eine schützende Hülle – ein Engel in Pflanzengestalt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
